Mogadischu: Mehrere Tote bei Anschlag auf Hotel in Somalia

In einem bei Touristen beliebten Stadtviertel Mogadischus sind vor einem Hotel zwei Autobomben detoniert. Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz sollen das Hotel gestürmt haben.

Bei einem Anschlag mit Autobomben
in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Polizeiangaben
mindestens 17 Menschen getötet worden. Mehr als 30 weitere wurden verletzt. Ein Polizist sagte,
dass sich die erste Explosion am Samstagnachmittag in der Nähe des bei
Politikern und Regierungsmitarbeitern beliebten Hotels Nasa Hablod
ereignete. 

Kurz nach der ersten Explosion wurden in der Gegend zwei weitere
Detonationen vernommen. Eine davon ereignete sich, als ein Angreifer eine Sprengstoffweste zündete. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Kämpfer der Al-Shabaab-Miliz sollen zudem das Hotel gestürmt haben.

Der Polizist sagte, die Extremisten hätten sich im obersten
Stockwerk des Hotels Nasa-Hablod nahe dem Präsidentenpalast verschanzt. Sicherheitskräfte würden dort gegen sie kämpfen. Zwei der fünf Angreifer seien getötet worden. Er rechne mit 20 Menschen, darunter Regierungsbeamte, die eingeschlossen seien. Das Hotel werde von Politikern und anderen Mitgliedern der städtischen
Elite besucht. Unter den Toten sei ein ehemaliges Parlamentsmitglied.

Die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz reklamierte kurz nach der Explosion der ersten
Autobombe die Tat für sich. Die Terrormiliz teilte außerdem mit, dass ihre Kämpfer im Hotel seien. Dort waren noch Schüsse zu hören.

Vor zwei Wochen
waren mehr als 350 Menschen bei einem heftigen Bombenanschlag auf einer belebten Straße in der somalischen
Hauptstadt getötet worden. Es war der bislang schwerste Anschlag in Somalia. Die Extremistengruppe
Al-Shabaab greift häufig wichtige Gegenden von Mogadischu an.

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