New York: Auswärtiges Amt dementiert deutsches Todesopfer

Unter den acht Todesopfern des Attentats in New York sei kein Deutscher, heißt es aus dem Außenministerium. Zuvor gab es anders lautende Berichte der Feuerwehr.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat Angaben der New Yorker Feuerwehr dementiert, wonach bei dem Terroranschlag in New York auch ein Deutscher getötet worden sei. Ein Ministeriumssprecher sagte, es bleibe dabei, dass zwar eine Deutsche
verletzt sei, aber keine deutschen Staatsangehörigen getötet worden
seien.

Zuvor hatte der Chef der New Yorker Feuerwehr, Daniel Nigro, auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass auch ein Deutscher unter den Toten sei. Auch die Feuerwehr korrigierte sich nun: Die Staatsangehörigkeit eines der Opfer sei verwechselt worden, sagte ein
Feuerwehrsprecher. Bei dem
betreffenden Opfer handle es sich um eine Belgierin.

Bei den übrigen Todesopfern handelt es sich laut Nigro um fünf Argentinier und zwei US-Bürger. Der aus Usbekistan stammende Attentäter mit offenbar islamistischem Hintergrund hatte am Dienstag im Stadtteil Manhattan mit einem Kleinlaster Fußgänger und Radfahrer überfahren. Neben den acht Toten wurden mindestens elf weitere Menschen verletzt.

Der 29-jährige Mann hatte einen gemieteten Kleinlaster in Fußgänger und Radfahrer gelenkt. Die Behörden bezeichnen ihn offiziell als Terroristen und gehen zurzeit davon aus, dass er allein handelte. 

Nach Polizeiangaben beging der Täter den Anschlag im Namen der Terrormiliz “Islamischer Staat”. Dies gehe aus handschriftlichen Notizen hervor, die im Tatfahrzeug entdeckt worden seien, sagte ein Polizeibeamter. Die Kernaussage der arabischen Aufzeichnungen sei gewesen, dass der IS ewig bestehen werde. Der Mann habe auch Verbindungen zu Personen gehabt, gegen die ermittelt worden sei. Das FBI habe aber nie gegen ihn selbst ermittelt.

Der Usbeke soll 2010 auf legalem Weg in die USA gekommen sein. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump war er über ein Programm zur Green-Card-Verlosung ins Land gekommen. Die Verlosung verschafft jährlich bis zu 50.000 Ausländern aus aller Welt einen dauerhaften Aufenthaltsstatus mit Arbeitserlaubnis in den USA. Dazu müssen Bewerber in ihrem Antrag umfangreiche Angaben machen, die hart überprüft werden, etwa auf einen kriminellen Hintergrund. Trump kritisierte das Diversity Visa Lottery Program auf Twitter und kündigte an, es abschaffen zu wollen. Stattdessen wolle er ein System, das auf den beruflichen Fähigkeiten der Bewerber basiere.

Der US-Präsident sagte, er erwäge, den mutmaßlichen Täter im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba einsperren zu lassen. Auf eine entsprechende Frage eines Journalisten sagte Trump in Washington: “Ich würde dies sicherlich in Erwägung ziehen.”   

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